Programm-Archiv

  • 4. Konzert: Sonnabend, den 11. Dezember 2021

    4. Konzert: Sonnabend, den 11. Dezember 2021

    Hamburger Camerata

    Joanna Kamenarska, Violine und Leitung
    Imme-Jeanne Klett, Flöte
    Hagit Parnes, Flöte

    Johann Sebastian Bach (1685-1750)

    Konzert für Violine und Streicher E-Dur BWV 1042 
    Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049 

    Zwischen den großen Sinfonieorchestern und den ungezählten Kammermusikformationen ist die Hamburger Camerata anzusiedeln: Ihre Musiker-innen und Musiker können dank ihrer solistischen Qualitäten in kleinen bis hin zu kammermusikalischen Besetzungen konzertieren, alle zusammen aber auch am sinfonischen Repertoire teilhaben. Gerade in diesem Bereich zwischen ganz klein und ganz groß gibt es eine schier unendliche Vielfalt an Werken unterschiedlichster Stile und Klangfarben, so dass die Programme der Hamburger Camerata sich seit ihrer Gründung 1986 durch Vielseitigkeit auszeichnen.

    Joanna Kamenarska wurde in Sofia bei Prof. Josif Radionov und in Salzburg bei Prof. Ruggiero Ricci und Prof. Igar Ozim ausgebildet. Seit ihrer frühesten Kindheit gibt sie Konzerte und spielt regelmäßig im In- und Ausland. Ihr breit gefächertes Solorepertoire reicht vom Barock bis hin zur zeitgenössischen Avantgarde. Seit 2007 lebt sie in Hamburg und übernahm zunächst die 2. Konzertmeisterin-Position beim NDR Elbphilharmonie Orchester. 2008 wurde sie 2. Konzertmeisterin beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Seit Februar 2018 unterrichtet sie als Lehrbeauftragte das Fach Orchesterstudien an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Joanna Kamenarska spielt eine Violine von J. B. Guadagnini (Ex-Flesch) aus dem Jahr 1740, eine Leihgabe aus privatem Besitz.

    Imme-Jeanne Klett erhielt ihre Ausbildung bei Prof. Jean-Claude Gérard und Prof. Ingrid Koch-Dörnbrak. Sie konzertiert als Solistin und Kammermusikerin international erfolgreich bei vielen renommierten Festivals. Im Jahre 1995 gründete Imme-Jeanne Klett das Ensemble Obligat Hamburg. Seit 1999 ist sie Solo-Flötistin der Hamburger Camerata und gründete 2015 auch das Hamburger Bläserquinett. Imme-Jeanne Klett ist Professorin für Flöte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und lehrt international bei Kursen für Flöte und Kammermusik.

    Die israelische Flötistin Hagit Parnes absolvierte einen Bachelor of Music an der Buchmann-Mehta School of Music der Universität Tel-Aviv und einen Master of Music an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 2010 tritt sie mit der Hamburger Camerata auf, und ist seit 2012 als Aushilfe am Theater Lüneburg tätig. Neben Orchesterbesetzungen steht Hagit auch bei vielen Kammermusikkonzerten im Großraum Hamburg mit Holzbläserquintetten und unterschiedlichen Flötenensembles auf der Bühne.

    Joanna Kamenarska
    Imme-Jeanne Klett
    Hagit Parnes
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  • Morgenfeier, Sonntag, 9. Januar 2022, 11.00 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    Morgenfeier, Sonntag, 9. Januar 2022, 11.00 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    Anne Weber liest aus ihrem Buch
    „Annette – ein Heldinnenepos“

    Moisés Mattos, Klavier

    Franz Schubert: Drei Klavierstücke – Nr. 2 – Allegretto
    Claude Debussy: Pour le piano

    Mit dem Deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnet

    Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher — wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel »Gerechte unter den Völkern« erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? Annette, ein Heldinnenepos erzählt von einer wahren Heldin, die uns etwas angeht.

    „Die Kraft von Anne Webers Erzählung kann sich mit der Kraft ihrer Heldin messen: Es ist atemberaubend, wie frisch hier die alte Form des Epos klingt und mit welcher Leichtigkeit Weber die Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zu einem Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit verdichtet. „Annette, ein Heldinnenepos“ ist eine Geschichte voller Härten, die Weber aber mit souveräner Dezenz und feiner Ironie erzählt. Dabei geht es um nichts weniger als die deutsch-französische Geschichte als eine der Grundlagen unseres heutigen Europas. Wir sind dankbar, dass Anne Weber Annette für uns entdeckt hat und von ihr erzählt.“ (Jurybegründung Deutscher Buchpreis 2020)

    Text: Verlag Matthes & Seitz Berlin (https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/annette-ein-heldinnenepos.html); Foto: Anne Weber auf dem Blauen Sofa der Leipziger Buchmesse 2017 von Heike Huslage-Koch

    Pianist Moisés Natividade de Mattos, ist in der Stadt Juiz de Fora im Südosten Brasiliens aufgewachsen. Seine früh erkennbare, außergewöhnliche Musikalität förderte vor allem André Pires, bekannter Musikpädagoge und Professor für Klavier. In wenigen Jahren vermittelte er ihm Kenntnisse, die sonst bei intensiver Arbeit in viel längerer Zeit erworben werden. Vorher hatte Moisés de Mattos, als Sohn von Analphabeten, unter äußerst schwierigen Bedingungen autodidaktisch gelernt.
    Wie einem inneren Kompass folgte er seiner Begeisterung für die Musik der deutschen Klassik und Romantik, erlernte im Selbststudium die deutsche Sprache. An der Hochschule für Künste Bremen studierte er bei Gundel Deckert und Martin von der Heydt Klavier und beendete sein Studium als Bachelor mit Auszeichnung. Zur Zeit befindet er sich am Ende seines Master-Studiums. Unterricht in Meisterkursen erhielt er von Ivone Bambirra, Lilya Zilberstein, Konrad Elser und Young-Lang Han.
    Sein Engagement gilt auch der Kammermusik. Auf Einladung seiner Heimatstadt spielte Moisés de Mattos eine Konzertreihe in Brasilien. In Manchester als Solist, gastierte Mattos mit anderen Musikern und trat als Mitglied des Bremer Hochschulorchesters auf. 2020 war sein großer Auftrittim Matineekonzert in der Hamburger Elbphilharmonie. In seinen Konzerten ist es ihm ein besonderes Anliegen, dem Publikum die Schönheit und Komplexität klassischer Musik nicht nur auf intellektueller Ebene zu vermitteln. Er möchte mit seinen Interpretationen die Menschen emotional erreichen und so für die klassische Musik begeistern, wie er es selbst in seiner Kindheit auf einem anderen Kontinent erlebte.

    Kein Vorverkauf! Restkarten soweit verfügbar nur an der Tageskasse (10.30-11.00 Uhr)

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  • Sonderkonzert: Montag, den 20. Dezember 2021

    Sonderkonzert: Montag, den 20. Dezember 2021

    Weihnachtsoratorium
    Ensemble Resonanz

    Es gibt viele Wege Weihnachten zu feiern. Das Ensemble Resonanz präsentiert Bachs Weihnachtoratorium inszeniert als Hausmusik unter Freunden. Ohne großen Chor und in kleiner Besetzung wurden dreißig Arien, Rezitative, Chöre und Choräle aus Bachs Meisterwerk in einer ganz eigenen Version bearbeitet. Die Partitur bleibt unangetastet, E-Gitarre und Hammond-Orgel im Continuo, nur eine Trompete und das ganze Ensemble stimmt bei den Chorälen mit ein. So klingt Hausmusik beim Ensemble Resonanz.

    Hanna Herfurtner, Sopran
    Ida Aldrian, Alt
    Tim Karweick, Tenor
    Simon Schnorr, Bariton
    Johannes Öllinger, Gitarren
    Markus Schwind, Trompete
    Michael Petermann, Vintage-Keyboards
    Ensemble Resonanz

    Kein Vorverkauf! Restkarten soweit verfügbar nur an der Abendkasse (19.00-19.30 Uhr)

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  • 3. Konzert: Dienstag, den 16. November 2021

    3. Konzert: Dienstag, den 16. November 2021

    Julian Trevelyan, Klavier

    Preisträger Géza Anda Competition 2021

    Steinway Prizewinner Concerts


    L. v. Beethoven: Klaviersonate op. 57
    G. Fauré: Nocturne Nr. 13 in h-Moll, op. 119
    J. Brahms: Vier Klavierstücke op. 119

    Julian Trevelyan ist ein britischer Musiker. 2021 erreichte er den zweiten Platz beim Concours Géza Anda in Zürich und gewann gleichzeitig den Mozartpreis und den Publikumspreis. Im Alter von 16 Jahren war er Hauptpreisträger und ebenso jüngster Preisträger des Concours Marguerite Long in Paris. Weitere Preise gewann er bei den Wettbewerben Ile de France (F), Dudley (UK), Dumortier (B) und Kissinger Klavierolymp (D).

    Gefördert von Patrick Masure hat Julian in Paris an der École Normale Alfred Cortot Klavier und Komposition studiert. Bei Rena Shereshevskaya hatte er während seines Studiums Unterricht und arbeitet seit Herbst 2021 als ihr Assistent. Julian ist „Composer in Residence“ beim Ensemble Dynamique Paris. Er ist ein Alumnus der Lieven International Piano Foundation Hamburg.

    Während seiner Ausbildung wurde Julian von Christopher Elton, Elizabeth Altman und Rita Wagner unterrichtet. Er studierte Musikwissenschaft an der Oxford University und hält zusätzlich ein Diplom in Geologie.

    Julian lebt und arbeitet derzeit in Paris. In seiner Freizeit leitet er ein Streichquartett, spielt historische Instrumente und ist Teil eines Mandarin-A-Capella-Chores. Er liest und kocht gerne, treibt Sport und spricht neben Englisch auch Französisch, Deutsch und Italienisch.

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  • 2. Konzert: Dienstag, den 26. Oktober 2021

    2. Konzert: Dienstag, den 26. Oktober 2021

    Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

    Andreas Spering, Dirigent

    Layla Claire, Sopran

    Joseph Haydn (1732-1809)

    Cantata“ Miseri noi, misera patria Hob. XXIVa:7

    Symphonie Nr. 102 B-Dur Hob. I:102

    Die kanadische Sopranistin Layla Claire war Absolventin des Lindemann Young Artist Development Program der Metropolitan Opera und debütierte dort als Tebaldo (Don Carlos). In den folgenden Jahren kehrte sie immer wieder als Gast nach New York zurück und verkörperte zahlreiche Rollen auch in Europa. Layla Claire wird oft für ihre farbenreiche, flexible Stimme und elegante Bühnenpräsenz gelobt. Zuletzt erweiterte sie ihr Repertoire mit einem Debüt als Händels Alcina bei den Händel-Festspielen Karlsruhe unter der Leitung von Andreas Spering. Opera News bezeichnete ihre Stimme als „eine der schönsten überhaupt“.

    Andreas Spering […] arbeitet stablos fein nuanciert bis donnernd die dynamischen Kapriolen des Komponisten heraus. […] Eine Orgie für Musiker und Dirigenten, die sich und ihre Musik sichtlich und hörbar genossen.“ Erhard Petzel (Drehpunktkultur.at)
    Auf dem Konzertpodium arbeitet Andreas Spering mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, der Staatskapelle Weimar, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem New Japan Philharmonic, dem Gothenburg Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra, Orquesta y Coro Nacionales de España, dem Orchestre Philharmonique de Nice, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Lahti Symphony Orchestra und den Rundfunkorchestern in Köln, Hannover, Leipzig, Saarbrücken und München zusammen. Opernproduktionen führten ihn u. a. nach Göteborg, Kopenhagen, Antwerpen, Luxemburg, Nantes, Rouen, Strasbourg, Hannover, Essen, Nürnberg, Sevilla sowie mehrfach zu den Händel-Festspielen in Halle und Karlsruhe, wo er neben den großen Mozartopern zahlreiche Werke von Händel sowie Beethovens „Fidelio“ und Webers „Freischütz“ leitete. In Amsterdam dirigierte er die Wiederaufnahme von Pierre Audis gefeierter Produktion „And you must suffer“, beim Festival d’Aix-en-Provence gastierte er mit „Don Giovanni“ und „La finta giardiniera“ und beim Kulturwald Festival mit Wagners „Rheingold“. Bei den Händelfestspielen Karlsruhe leitete er Händels „Alcina“ zur Eröffnung der 40. Jubiläumssaison des Festivals. Er wurde geprägt vom Studium bei Gerd Zacher in Essen und von Reinhard Goebels Ensemble Musica Antiqua Köln, dem er mehrere Jahre als Cembalist angehörte. Als künstlerischer Leiter der Brühler Schlosskonzerte feierte er 2018 das 10-jährige Bestehen des von ihm etablierten Haydn-Festivals, das jährlich den Abschluss und Saisonhöhepunkt der Schlosskonzerte darstellt. Seine Diskographie umfasst etliche z. T. preisgekrönte Aufnahmen. So wurde seine Aufnahme der frühen Kantaten Haydns (harmonia mundi) u. a. von „Le Monde de La Musique“ ausgezeichnet, und die Einspielung von Haydns „Il ritorno di Tobia“ (Naxos) erhielt den „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“. Besondere Beachtung fand die bei Sony erschienene Mozart-CD mit Sabine Meyer und dem Kammerorchester Basel.

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  • 1. Konzert: Sonnabend, den 18. September 2021

    1. Konzert: Sonnabend, den 18. September 2021

    Symphoniker Hamburg

    Sylvain Cambreling, Dirigent
    Péter Gulyka, Horn

    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Hornkonzert Nr. 1 D-Dur KV 412
    Allegro Rondo

    Franz Schubert (1797-1828)
    Symphonie Nr. 7 h-Moll D 759 „Die Unvollendete”
    Allegro moderato
    Andante con moto

    Sylvain Cambreling ist seit Beginn der Saison 2018/2019 Chefdirigent der Symphoniker Hamburg. Der 1948 in Amiens geborene charismatische Ausnahmedirigent gehört zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Sein Wirken für zeitgemäße ästhetische Maßstäbe in der Oper und sein Zugriff auf die programmatische Gestaltung im symphonischen Bereich haben die Musikwelt verändert und nachhaltig geprägt. Maestro Cambreling erfährt seit Jahrzehnten größte internationale Anerkennung für seine mitreißenden, ideen- und farbenreichen Aufführungen. Er war bis zum Sommer 2018 Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart („Opernhaus des Jahres” 2016) und bis März 2019 Chefdirigent des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokio. Die 1997 aufgenommene Aufgabe als Erster Gastdirigent des Klangforums Wien erfüllte Cambreling mehr als 20 Jahre lang. Unter seiner Ägide als Generalmusikdirektor ist die Frankfurter Oper 1995 erstmals zum „Opernhaus des Jahres” gekürt worden, und er selber wurde 2009 „Dirigent des Jahres”. Zwischen 1999 und 2011 war Cambreling Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Seine zahlreichen Einspielungen, darunter das Gesamtwerk Olivier Messiaens, gelten als Referenzaufnahmen.

    Péter Gulyka wurde 1989 in Abony in Ungarn geboren. Er erhielt mit neun Jahren seinen ersten Hornunterricht. Er studierte am Béla Bartók Konservatorium bei Tibor Beleznayan und an der Franz Liszt Akademie in Budapest bei Prof. Ferenc Tarjáni und Prof. Zoltan Varga. Seit 2013 studiert er an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Michael Höltzel und Prof. Norbert Strertz. Er ist u. a. Preisträger des Internationalen Hornwettbewerb in Brno, Tschechien. Er war Praktikant beim Göttinger Symphonie Orchester und bis 2015 Solohornist am Landestheater Detmold. Péter Gulyka ist Erster Hornist bei den Symphonikern Hamburg seit 2015.

    Bitte beachten Sie Ihre Konzert- (I – 17:30 – II – 19:15 – III 21:00), Park- und Einlasszeiten! Das bestehende Hygienekonzept u. a. mit Abstand und Händedesinfektion bleibt weiterhin im 3G-Modus. Der Einlass kann nur mit Nachweis Ihrer vollständigen Impfung, Ihrer Genesung, einem Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden, oder einem PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, erfolgen. Bitte geben Sie dazu beim Einlass zur Veranstaltung das ausgefüllte Kontaktdatenformular mit Name, Telefonnummer, Mitgliedsnummer und Angabe Ihrer Berechtigung ab (die Angaben werden nach 4 Wochen vernichtet). Außerdem gilt bis auf weiteres die Maskenp icht im Gebäude auch am Sitzplatz während der Veranstaltung (medizinische Maske, bevorzugt FFP2 Standard).

    Wir bitten unsere Mitglieder, die dieses Konzert nicht besuchen können, uns die freien Plätze mitzuteilen unter Tel. 796 60 08.

    Foto: J. Konrad Schmidt

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  • Letztes Konzert der Saison 2020/21: Dienstag, 24. August 2021

    Letztes Konzert der Saison 2020/21: Dienstag, 24. August 2021

    Mandelring Quartett
    Minetti Quartett

    R. Strauss: Sextett-Einleitung zu ‚Capriccio‘
    F. Mendelssohn Bartholdy: Streichoktett Es-Dur op. 20

    Foto: Minetti Quartett (Links) – Irene Zandel
    Foto: Mandelring Quartett (Rechts) – Guido Werner

    Der Gewinn großer Wettbewerbe – München (ARD), Evian und Reggio Emilia (Premio Paolo Borciani) – war der Einstieg in die internationale Karriere des Mandelring Quartetts. Heute führen Konzertreisen das Ensemble in internationale Musikzentren wie Wien, Paris, London, Madrid, New York, Los Angeles und Vancouver. Zudem finden sich im Konzertkalender regelmäßige Tourneen nach Mittel- und Südamerika, in den Nahen Osten und nach Asien. Auch bei großen Festivals – unter anderem Schleswig-Holstein, Rheingau, Montpellier und Schubertiade Schwarzenberg – zählt das Quartett zu den gern gesehenen Gästen. Wo immer die vier Musiker auftreten, hinterlassen sie bleibende musikalische Spuren: „Ein denkwürdiges, sobald nicht wiederholbares Festspielerlebnis“, schrieben etwa die Salzburger Nachrichten nach dem Schostakowitsch-Zyklus des Mandelring Quartetts bei den Salzburger Festspielen.
    Zahlreiche mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, International Classical Music Awards-Nominierungen und weiteren Preisen ausgezeichnete CD-Aufnahmen zeigen die außergewöhnliche Qualität und das breite Repertoire des Quartetts.

    Der Name „Minetti Quartett“ bezieht sich auf ein Schauspiel des Schriftstellers Thomas Bernhard, der lange Zeit in Ohlsdorf im Salzkammergut lebte, wo auch die beiden Geigerinnen des Quartetts aufwuchsen. Seit seiner Mitwirkung im Rising Stars-Zyklus der European Concert Hall Organization 2008/09 konzertiert das in Wien lebende Minetti Quartett wiederholt in den renommiertesten Konzertsälen in Wien, Berlin, Köln, Amsterdam, Barcelona, Stockholm, Brüssel, London etc. Einladungen zu berühmten Kammermusikfestivals führten das österreichische Quartett auch nach Nord-, Mittel- und Südamerika, nach Australien, Japan und China. Viele Konzerte werden von internationalen Radio-Stationen aufgezeichnet und gesendet.
    Kammermusikpartner sind u. a. Fazil Say, Till Fellner, Alois Posch, Martin Fröst, Paul Mayer, Jörg Widmann, Camille Thomas, Istvàn Vàrdai und Mitglieder der Wiener und Berliner Philharmoniker. Solistisch trat das Quartett mit dem Brucknerorchester Linz und dem RSO-Wien auf.

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  • Sonderkonzert: Sonnabend, 14. August 2021, 20 Uhr

    Sonderkonzert: Sonnabend, 14. August 2021, 20 Uhr

    Barbara Dennerlein an der Beckerath-Orgel
    Jörg Kaufmann (D), Saxophon
    Drori Mondlak (USA), Schlagzeug

    Spiritual Movements – Jazz Meets Pipe Organ

    +++++++++Diese Veranstaltung können nur Mitglieder der Musikgemeinde mit Voranmeldung besuchen! Die Vergabe der Plätze ist nur soweit vorhanden möglich. Die Platzvergabe – also wo Sie genau in der Eberthalle sitzen werden – erfolgt nach dem Ermessen des Vorstands. ++++++++


    „Barbara Dennerleins Konzerte sind stets mehr als „nur“ Musik – sie sind ein tief berührendes Erlebnis.“

    Als wichtigster und erfolgreichster deutscher Jazz-Export sind Barbara Dennerlein die großen internationalen Festivalbühnen ebenso vertraut wie die Klubs: das „Blue Note“ und das „Sweet Basil“ in New York, „Ronnie Scott’s Club“ und „Jazz-Café“ in London oder das „Blue Note“ in Tokio.
    Mit ihrer Formation „Bebab“ sowie im Solo wird Barbara Dennerlein diesseits und jenseits des Atlantiks gleichermaßen von Kritikern und Publikum gefeiert. Angeregt durch ein erstes Kirchenorgelkonzert von Barbara Dennerlein bei den Bachtagen in Würzburg 1994 begann eine intensive Beschäftigung mit der „Königin der Instrumente“, der
    Kirchenorgel. Durch die meisterhafte Beherrschung des Pedalspiels gelingt es Barbara Dennerlein mit unter anderem von ihr speziell für die Pfeifenorgel komponierten Werken die immensen Klangmöglichkeiten voll auszuschöpfen und das doch etwas träge Instrument zum
    swingen zu bringen. So geschehen auf zahlreichen großartigen Konzertorgeln wie zum Beispiel der Gewandhausorgel in Leipzig, der Klaisorgel in der Münchner und Kölner Philharmonie sowie des Dortmunder Konzerthauses, der Schuke Orgel der Berliner
    Philharmonie, der Steinmeyer-Orgel im Hamburger Michel, der von-Beckerathorgel in der Hannoveraner Marktkirche, der Kuhn Orgel in der Essener Philharmonie, der Glatter-Götz Orgel im International Performing Arts Center in Moskau, der Mühleisen Orgel im Palace Of
    Arts in Budapest, der Grönlund Orgel der Eismeerkathedrale in Tromsdalen/Norwegen, der Dobson Orgel im Kimmel Center in Philadelphia oder der Torrence & Yeager Orgel der Trinity Church in New York.
    Der Zuhörer wird in neue Klangwelten entführt, einer Mischung aus Jazz in weitestem Sinne mit zum Teil klassischen Elementen. Nicht länger ist eine Künstlerin im Begriff, die „Königin der Instrumente“ zu erobern, vielmehr beherrscht hier die „Königin der Kirchenorgel“ ihr Instrument ganz unmittelbar als vitales Ausdrucksmittel ihrer musikalischen Intention. Ein
    wahres Meisterwerk, das Barbara Dennerlein als absolute Ausnahmeerscheinung weltweit auf diesem Instrument ausweist.
    www.barbaradennerlein.com

    Der Saxophonist und Komponist Jörg Kaufmann studierte ab 1980 Schulmusik (Hauptfach Flöte) und Germanistik an der Musikhochschule und der Universität des Saarlandes, 1983 folgte ein Wechsel an die Musikhochschule Köln. In den Jahren 1983-1999 erfolgten zahlreiche Tourneen und Produktionen, unter anderem mit Supersession, Alphonse Mouzon, Bob Mintzer, Slide Hampton, Pete York, Bobby Shew, Peter Herbolzheimer, Danny Gottlieb, John Scofield, Matthias Rüegg, Billy Cobham, Axel Fischbacher und vielen anderen.
    1990 wird Jörg Kaufmann Dozent an der Musikhochschule in Arnhem (Niederlande) und 1991 künstlerischer Leiter der Bayer Big Band, die er noch heute leitet.
    1995 erfolgte die Veröffentlichung der ersten Produktion des Jörg Kaufmann Trios unter dem Namen „Sketches“, zusammen mit dem Bassisten Stefan Rademacher und dem Schlagzeuger Kurt Billker.
    Von 2000 bis 2008 war Jörg Kaufmann festes Mitglied der SWR Big Band und hatte dort Gelegenheit, mit zahlreichen Künstlern internationalen Formats zusammenzuarbeiten: Sammy Nestico, Bob Florence, Bob Curnow, Toshiko Akyioshi, Don Menza oder Rob Mc Connell gehören zweifelsohne zu den einflussreichsten Bigband-Komponisten überhaupt. Besonders intensiv war in dieser Zeit auch die Zusammenarbeit mit Paul Kuhn, Hugo Strasser und Max Greger.
    Seit 2003 arbeitet Kaufmann regelmäßig mit der Weltklasse-Organistin Barbara Dennerlein zusammen.
    Im Jahr 2003 wird eine weitere CD-Produktion unter eigenem Namen veröffentlicht: Cool – Music From West Side Story. Mit den Gastsolisten 
    Bobby Shew und Mathias Haus  zeigt diese Produktion neue Facetten der genialen Kompositionen Leonard Bernsteins.
    Die beiden letzten CD-Veröffentlichungen unter eigenem Namen sind die 2008 eingespielte Produktion „Personal Heroes“ (Joerg Kaufmann Quartett) und die 2016 produzierte CD „ Now and Zen“ zusammen mit dem deutsch-kanadischen Percussionisten Johannes Welsch. Auf dieser Produktion geht Jörg Kaufmann musikalisch vollkommen neue Wege, denn es gibt keine Kompositionen im klassischen Sinne mehr, vielmehr ist die gesamte CD frei improvisiert.

    Drori Mondlak ist einer der herausragenden Jazzschlagzeuger und Bandleader der heutigen internationalen Jazzszene. Sein Fingerspitzengefühl, seine Subtilität und seine interaktive Herangehensweise an die Musik haben ihm die Anerkennung der Kritiker sowie Auftrittsmöglichkeiten mit vielen kreativen Musikern eingebracht.
    Er leitet gemeinsam mit der Saxophonistin Karolina Strassmayer das Quartett KLARO!.
    In seiner mehr als zwanzigjährigen eklektischen Arbeit in New York City trat Drori mit vielen Jazz-Koryphäen wie Frank Foster, Joe Williams, Chris Potter, Ernestine Anderson, Don Friedman, Lew Tabackin, Warren Vache und Danny Mixon auf, John Hicks, Norman Simmons, Stanley Banks, Phil Markowitz, Bill Charlap, John Bunch, Cary DeNigris, Vic Juris, Dave Stryker, Lynn Seaton, Ron McClure, Steve LaSpina, Kenny Davern, Bucky Pizzarelli, Jarek Smietana und viele andere.
    Seit er sich in Köln niedergelassen hat, ist er mit Künstlern wie Lee Konitz, Barbara Dennerlein, Lynne Ariale, David Friedman, Stefan Bauer, Chico Freeman, Tony Lakatos, Nicolas Simion, Lutz Häffner, Fritz Pauer, Greetje Kauffeld, Ferdinand Povel, John Goldsby, Rainer Böhm, Kalman Olah, Michael Heupel, Heiner Wiberny, Paul Heller, Scott Fields, Sunday Night Jazz Orchestra, Cologne Contemporary Jazz Orchestra und vielen anderen aufgetreten.
    Er trat in vielen New Yorker Jazzclubs wie Birdland, The Blue Note, Sweet Basil, Visiones, Smalls, Jazz Gallery, Dizzy’s Club am Lincoln Center auf und tourte durch die Vereinigten Staaten, Japan und Europa.
    In den USA und in Europa trat er unter anderem bei renommierten internationalen Festivals auf: JVC Jazz Festival, Newport Jazz Festival, Montreux Jazz Festival, Copenhagen Jazz Festival, Bern Jazz Festival, Salzburger Jazzherbst, Jazzfest Wien, Grazer Jazzsommer, Düsseldorf Jazzrally, Enschede Jazzfestival, Saarbrücker Jazzfestival, Bingen Jazz Festival, Audi Jazz Festival, Hildener Jazztage, Internationale Tage der Kirchenmusik Nürnberg, LOTOS Festival, Fürstenwalder Jazztage, Internationales Jazzfest Viersen, Blues ’n Jazz Rallye Luxemburg, Most und Jazz, Jazz Maastricht, The Jazz Cruise, Orgel Open Air Festival Wuppertal, Sziget Festival, Philharmonie Essen, Philharmonie Köln, Lanxess Arena, Unterfahrt, Jazzinstitut Darmstad, Universität der Künste Berlin, Theater Gütersloh, Altes Pfandhaus Köln, Stadtgarten Köln, The Loft Köln, Jazzschmiede, u. v. a. m.

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  • 4. Konzert: verschoben auf Dienstag, den 29. Juni 2021

    4. Konzert: verschoben auf Dienstag, den 29. Juni 2021

    Mendelssohn Kammerorchester Leipzig
    Peter Bruns, Violoncello und Leitung
    Ragna Schirmer, Klavier

    C. Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 7
    L. v. Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
    Kadenz von Clara Schumann

    2019 wurde der 200. Geburtstag von Clara Schumann gefeiert und nun – erstmalig bei der Musikgemeinde – erklingt auch ihr Klavierkonzert in Harburg. Mit Beethovens Klavierkonzert und der Kadenz von Clara Schumann, die sie als überragende Pianistin und berühmte Beethoven Interpretin viel gespielt hat, erschließt sich ein wenig mehr die komplexe Musikerin Clara Schumann. Ragna Schirmer hat sich besonders im letzten Jahr mit vielen Konzerten mit den Kompositionen Clara Schumanns und einer CD-Veröffentlichung intensiv mit dem Werk und mit der Ausnahmemusikerin auseinandergesetzt.

    Ob Konzertbesucher oder Vertreter der Presse, wer auch immer dieses Ensemble in den nunmehr 23 Jahren seines Bestehens erlebt hat, ist begeistert von dem Ausdruckswillen, der Homogenität und der überschwänglichen Musizierfreude. Und genau diese Idee, ihren Beruf als Berufung anzusehen, veranlassten Absolventen der Leipziger Musikhochschule im Jahre 1997, ihre von Leidenschaft geprägten Erfahrungen in den besten Jugendorchestern Deutschlands in einem eigenen professionellen Kammerorchester weiterleben zu lassen –  dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig.

    Mit dem weltweit renommierten Cellisten Peter Bruns verbindet das Ensemble eine langjährige Zusammenarbeit. Von der internationalen Presse hoch gelobte CDs und wegweisende Konzerte wie das gemeinsame Debüt im Wiener Musikverein sind das Ergebnis dieser musikalischen Partnerschaft. Grund genug für das Ensemble, ihn 2014 als künstlerischen Leiter zu berufen.
    Peter Bruns führt das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig meist von der Position des Solocellos aus, eine Besonderheit, die eine starke Kommunikation zwischen ihm und allen Orchestermitgliedern rund um den Konzertmeister Gunnar Harms voraussetzt. Im Ergebnis dieses spannenden  musikalischen Prozesses entstehen ein gemeinsamer musikalischer Gestus und ein homogener Klang des Ensembles.

    Mit ihren unverwechselbaren Interpretationen genießt die Pianistin Ragna Schirmer höchste Anerkennung über die deutschen Grenzen hinaus. Den hochangebundenen Leipziger Bachwettbewerb gewann sie – einzigartig in dessen Geschichte – gleich zweimal. Zahlreiche weitere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, begeisterte Rezensionen sowie zwei ECHO Klassik sind Zeugnis einer außergewöhnlichen Karriere. Ragna Schirmer konzertiert in den wichtigsten Sälen in Europa, China und Neuseeland sowie bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling (artist in residence 2010), Beethovenfest Bonn, MDR-Musiksommer, den Haydn-Festspielen Eisenstadt und den Salzburger Festspielen. Sie musizierte u.a. mit Zubin Mehta, Sir Roger Norrington, Kurt Masur, Sir Neville Marriner, Herbert Blomstedt und trat mit Klangkörpern wie den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre National de France, Gewandhausorchester Leipzig und der Academy of St. Martin in the Fields auf.

    Foto © Maike Helbig 2016

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  • Zusatz-Konzert: Montag, 21. Juni 2021

    Zusatz-Konzert: Montag, 21. Juni 2021

    Vorkonzert Martha Argerich Festival 2021

    Kremerata Baltica
    Gidon Kremer, Violine
    Per Arne Glorvigen, Bandoneon
    Georgijs Osokins, Klavier
    Andrei Pushkarev, Vibraphon

    Werke von Piazzolla und Glorvigen


    Astor Piazzolla wurde am 11. März 1921 in Argentinien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Schon bald zog die Familie wegen der schlechten Wirtschaftslage Argentiniens nach New York, wo Piazzolla 17 Jahre seiner Kindheit und Jugend verbachte. Diese Zeit hat ihn sehr geprägt, besonders musikalisch.
    Er trieb sich mit seinen Freunden im Stadtteil Harlem herum, stand vor dem berühmten „Cotton Club“, um Cab Calloway spielen zu hören und erlebte die Musik von Ellington, Gershwin und Benny Goodman im Radio. Den Tango kannte er nur von den alten Schellackplatten seines Vaters. Eigentlich sollte er ja Bandoneon spielen lernen, doch er entschied sich zuerst für das Klavier. Bei seinem Lehrer lernte er die Musik von Bach kennen und lieben. Nach 1936 lebte die Familie wieder in Argentinien. Neben Bach und dem Jazz machte Piazzolla nun seine dritte große Entdeckung: Er hörte ein Konzert des Sextetts von Elvino Vardaro und war sofort von dessen besonderer Tango  Interpretation begeistert.
    In Bueons Aires verdiente er sein Geld als Bandoneon Spieler und Arrangeur im berühmten Tango-Orchester von Anibal Troilo, bildete sich parallel aber bei Alberto Ginastera weiter. Die folgenden Jahre waren geprägt von der Suche nach seinem eigenen Stil. Er wollte klassische Werke komponieren, studierte die Musik von Béla Bartók und Igor Strawinsky, und legte zeitweilig sogar sein Bandoneon ganz zur Seite.

    Erst die Begegnung mit Nadia Boulanger 1954 öffnete ihm die Augen, und ihm wurde klar, dass er sich nicht zwischen Tango und anspruchsvoller, klassischer Musik entscheiden musste. Er wollte vielmehr versuchen, die Struktur der klassischen Musik mit der Leidenschaft des Tangos zu verknüpfen. Mit seiner Rückkehr aus Paris im Jahr 1955 war damit der Tango Nuevo geboren. Piazzolla kreierte mit seinem Tango Nuevo eine komplett eigene Musiksprache. Er spickte seine Kompositionen mit rebellischen Elementen aus dem Jazz und der Avantgarde und orientierte sich strukturell an klassischen Werken. Außerdem experimentierte er mit verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen und bezog zeitweilig auch elektronische Instrumente mit ein. Dass er damit bei den Puristen des argentinischen Tangos auf extremen Gegenwind stieß, war zu erwarten. Sein Opus besteht heute aus über 1.000 Werken und beeinflusst und inspiriert bis heute Musiker aller Generationen.
    Textauszug BR Klassik, Mittagsmusik vom 8.3.2021 Astor Piazzolla – Revoluzzer am Bandoneon

    Geiger, Künstlerischer Leiter und Gründer der Kremerata Baltica – mit seiner ungewöhnlich kompromisslosen künstlerischen Grundhaltung gilt Gidon Kremer weltweit als einer der originellsten und überzeugendsten Künstler seiner Generation. Sein Repertoire reicht von bekannten klassischen Kompositionen bis zu modernen Werken führender Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Er engagiert sich insbesondere für das Schaffen russischer und osteuropäischer Komponisten und hat im Laufe seiner Karriere viele wichtige neue Werke aufgeführt, von denen ihm einige gewidmet sind. Sein Name ist eng mit diversen zeitgenössischen Komponisten verbunden, unter anderem mit Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Giya Kancheli, Sofia Gubaidulina, Valentin Silvestrov, Luigi Nono, Edison Denisov, Aribert Reimann, Pēteris Vasks, John Adams, Victor Kissine, Michael Nyman, Philip Glass, Leonid Desyatnikov und Astor Piazzolla; seine Interpretationen sind traditionsbewusst, aber gleichzeitig frisch, originell und lebendig. Kremer hat die zeitgenössischen Komponisten und die Neue Musik im Violinfach ohne jeden Zweifel intensiver und nachhaltiger gefördert als jeder andere international erfolgreiche Solist.

    Kremer hat bereits mehr als 120 Alben aufgenommen; viele erhielten für ihre bemerkenswert tiefgründigen Interpretationen bedeutende internationale Preise. Die lange Liste seiner Auszeichnungen umfasst unter anderem den Ernst von Siemens Musikpreis, das Große Bundesverdienstkreuz, den Moskauer Triumph-Preis, den UNESCO-Musikpreis und den Preis Una vita nella musica – Artur Rubinstein. 2016 wurde Gidon Kremer zudem einen Praemium Imperiale verliehen, der allgemein als Nobelpreis der Musik gilt.

    1997 gründete Kremer das Kammerorchester Kremerata Baltica zur Förderung herausragender Nachwuchsmusiker aus dem Baltikum. Das Ensemble unternimmt regelmäßig ausgedehnte Konzertreisen und hat bereits fast 30 Alben bei Nonesuch Records, Deutsche Grammophon, Burleske und ECM aufgenommen. After Mozart (Nonesuch Records 2001) gewann 2002 einen ECHO Klassik und einen Grammy Award; das kürzlich bei ECM erschienene Album mit Werken von Mieczysław Weinberg war 2015 für einen Grammy nominiert.

    In der Saison 2016/17 leitet Gidon Kremer die beiden Jubiläums-Tourneen der Kremerata Baltica, die das Orchester anlässlich seines 20-jährigen Bestehens und zur Feier von Kremers 70. Geburtstag durch Nordamerika und Europa unternimmt.

    Per Arne Glorvigen zählt zu den führenden Bandoneon-Spielern der Gegenwart. Nach seinem Studium beim argentinischen Bandoneon-Maestro Juan José Mosalini und mehreren Aufenthalten in Buenos Aires begann Glorvigen seine Karriere als professioneller Bandoneonist. Begegnungen mit den Tangolegenden Piazzolla, Pugliese, Salgán und die enge Freundschaft mit dem Dichter und Tangohistoriker Horacio Ferrer prägten seinen Weg nachhaltig.

    Nach Studien bei Eric Tanguy (Komposition) und Guillaume Connesson (Orchestrierung) in Paris wandte sich Glorvigen auch selbst dem Komponieren zu. Seine Werke wurden in zahlreichen europäischen Ländern aufgeführt. In letzter Zeit entstanden Auftragskompositionen für das Oslo Philharmonic Orchestra, das Apollon Musagète Quartett und die Arctic Sinfonietta.

    Zu Glorvigens musikalischen Partnern zählen unter anderem Gidon Kremer, mit dem er weltweit nahezu 100 Konzerte gegeben hat und vier CDs eingespielt hat, Nicolas Altstaedt, das Delian Quartett, das Alban Berg Quartett und die Staatskapelle Dresden. Zusammen mit der Geigerin Daniela Braun und dem Kontrabassisten Arnulf Ballhorn bildet er das Glorvigen Trio.

    Georgijs Osokins begann seine Studien bei seinem Vater Professor Sergejs Osokins, einem prominenten Lehrer und Pianisten in Lettland. Zu Osokins‘ Erfolgen zählen Preise beim 9. Internationalen Moskauer Chopin-Wettbewerb für junge Pianisten (2014) und beim 9. Internationalen Alexander-Skrijabin-Wettbewerb in Paris (2009) sowie der zweite Preis beim Berliner Internationalen Musikwettbewerb (2017). Im März 2016 erhielt Georgijs Osokins den lettischen Grand Music Award, die höchste Auszeichnung in der Musikindustrie Lettlands.

    Georgijs Osokins erlangte internationale Aufmerksamkeit durch seine Teilnahme am Chopin-Wettbewerb (2015) im Alter von 19 Jahren: Er war einer der Publikumslieblinge und wurde von den Kritikern als außergewöhnlich beschrieben. Noch vor Ende des Wettbewerbs erhielt er Konzerteinladungen für ein Solo-Recital beim prestigeträchtigen Festival „Chopin and His Europe“ in Warschau und für seine erste Japan-Tournee. Weitere Debüts im Berliner Konzerthaus und im Vancouver Playhouse folgten. Das britische Label „Piano Classics“ veröffentlichte im Jahr 2016 Georgijs Debütalbum mit Chopins Spätwerken. Diese Aufnahme wurde von wichtigen kanadischen und französischen Magazinen enthusiastisch aufgenommen.

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