Programm-Archiv

  • 10. Konzert, Sonnabend, 11. Juni 2022

    10. Konzert, Sonnabend, 11. Juni 2022

    franz ensemble

    Sarah Christian – Violine
    Yuko Hara – Viola
    Rie Koyama – Fagott
    Tristan Cornut – Cello
    Maximilian Krome – Klarinette
    Pascal Deuber – Horn
    Kiveli Dörken – Klavier
    Juliane Bruckmann – Kontrabass


    F. Berwald: Septett für Klarinette, Fagott, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass

    E. von Dohnányi: Zwei Sätze aus dem Sextett C-Dur für Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier, op. 37

    Das franz ensemble ist ein Kammermusikensemble aus jungen, international renommierten SolistInnen, ProfessorInnen, Orchester- und KammermusikerInnen, das Streicher, Bläser und eine Pianistin vereint. Diese besondere Besetzung ermöglicht ein enormes klangliches Spektrum, das von feinsten Kammermusikfarben bis hin zu orchestralen Klängen reicht. Weil sich über einen Festivalrahmen hinaus selten die Gelegenheit ergibt, große Besetzungen auf die Bühne zu bringen und sich diesen mit viel Zeit und Liebe zum Detail zu widmen, haben sich die MusikerInnen in 2018 als festes Ensemble formiert, um dem Kernrepertoire dieser Besetzung zu neuem Glanz zu verhelfen und bisher Ungehörtes zu entdecken. Die Debüt-CD wurde mit dem größten Deutschen Klassikpreis, dem OPUS KLASSIK 2020, ausgezeichnet.

    Das Septett von Franz Berwald entstand 1817, wurde am 10. Januar 1818 und am 7. Dezember 1819 aufgeführt, wahrscheinlich durch die virtuosen Kollegen aus dem Opernorchester.

    Danach verschwand es aus der Öffentlichkeit. Da im Dezember 1828 wieder ein Berrwald’sches Septett aufgeführt wurde, das die Presse als »neu« bezeichnete, stand die Frage im Raum, ob es tatsächlich ein zweites Septett gebe. Zwar hatte Berwald selbst in einem Brief 1829 von nur »einem« Septett gesprochen, aber erst Anfang der 1980er Jahre, als man den ersten Teil des Autographs fand, wurde klar, dass es sich immer um das Werk von 1817 handelte. Der Komponist hatte später offensichtlich insbesondere im ersten Satz und im Finale eine Reihe von Korrekturen angebracht.

    Das Werk ist zunächst ganz klassisch aufgebaut: Nach einer langsamen Einleitung folgt das Thema in B-Dur mit Nebenthemen. Nach einer kurzen Durchführung folgt die Wiederholung der Exposition in abgewandelter Form. Berwald kennt die Eigenarten der Instrumente gut durch seine Erfahrung im Opernorchester. Die Violine – für ihn als Geiger besonders vertraut – hat einige virtuose Partien, die Bläser wechseln von langanhaltenden Harmonietönen zu kurzen Tonwiederholungen im staccato. Im Finalsatz, wieder in der Grundtonart B-Dur, fällt der opernartige Mittelteil auf, in dem sich dramatische Spannung aufbaut. Hier wird durch die Tonarten moduliert, indem die Bläser lange Töne spielen und als Kontrast dazu die Streicher unruhige Tremoli bieten. Die Spannung wird abgeleitet durch einen Lauf im Unisono aller Instrumente.

    Der Mittelsatz bietet etwas Besonderes: In der klassischen Tradition müssten nach dem ersten Satz nun ein Scherzo und ein langsamer Satz folgen. Der junge Franz Berwald macht aber etwas radikales, indem er das Scherzo in den langsamen Satz als Mittelteil einbaut. Entsprechend ändern sich auch die Tonarten von As-Dur zu Beginn des Satzes über Es-Dur im Scherzo- Teil wieder zurück zu As-Dur im Adagio.

    Alle drei Sätze sprühen vor Ideenreichtum und Fantasie in der Behandlung der Instrumente. Nur der Kritiker der Stockholmer Allgemeinen Musikalischen Zeitung kommt da nicht ganz mit. Er erkennt zwar die Begabung Berwalds an, findet aber, dass die Regeln von Harmonie und Komposition missachtet werden. Aus heutiger Sicht lässt sich das Septett in seiner Machart allerdings auf einer Ebene sehen mit den zeitnah entstandenen Werken mit gleicher Besetzung wie es die Septette von Joh. Nepomuk Hummel, Conradin Kreutzer und das auch in Schweden oft gespielte von Ludwig van Beethoven sind.

    Elisabeth Deckers

    Ernst von Dohnányi, der Großvater des Dirigenten Christoph und des ehemaligen Hamburger Oberbürgermeisters Klaus von Dohnányi, war nicht nur ein genialer Pianist des 20. Jahrhunderts und ein Organisationsgenie, dem Ungarn wesentliche Teile seines modernen Musiklebens verdankt. Er war auch und vor allem ein Komponist der Brahms-Nachfolge, der Opern, Sinfonik und Kammermusik von keineswegs nur marginaler Bedeutung geschrieben hat.
    Im Falle von Dohnányi ist die Kontinuität zu Brahms eine unmittelbare: Der Budapester Kompositionsprofessor Hans Koessler spielte das Klavierquintett seines 15jährigen Schülers in Wien seinem Freund Brahms vor, der davon so angetan war, dass er sich in Folge für die Kompositionen des jungen Ungarn einsetzte. Dank Koessler kam Dohnányi in persönlichen Kontakt zu Brahms und erhielt dadurch entscheidende Anregungen, die sein Form- und Stilverständnis lebenslang prägen sollten.

    Das Sextett, op. 37, ist das letzte der neun bedeutenden Kammermusikwerke, die Dóhnanyi unter Opuszahlen veröffentlichte. Es wurde 1935 in Budapest geschrieben und lässt – trotz des ungebrochenen Bekenntnisses zum viersätzigen Sonatenzyklus und der Formenwelt der Brahmszeit – das weite Stilpanorama der 1930er-Jahre erkennen.
    Der erste Satz in ausgeprägter Sonatenform scheint die Erfahrung der Sinfonik Gustav Mahlers widerzuspiegeln, während das Intermezzo genannte Adagio den romantischen Topos des Marsches variiert. Das Scherzo mit der Vorschrift Allegro con sentimento wirkt in seiner klassizistisch feinsinnigen Manier wie eine Reminiszenz an Mendelssohn, das Finale wartet mit überraschend deutlichen Anklängen an den Jazz auf. Komponisten aus anderen ehemaligen Teilen der Donaumonarchie wie etwa der Prager Erwin Schulhoff hatten sich schon kurz nach dem ersten Weltkrieg mit Begeisterung den Neuerungen des Jazz geöffnet. Auch Dohnányis enge Freunde Bela Bartók und Zoltan Kodály bezogen in den 30er-Jahren Jazz-Elemente in ihre Musik mit ein. Offenbar wollte sich Dohnányi diesem Trend anschließen. Sein Finale wird von einer Art Ragtime für Klarinette und Klavier eröffnet, dem das Streichtrio antwortet. Erst am Ende lenkt die Entwicklung zum Material des Kopfsatzes zurück und erreicht damit die obligatorische zyklischen Abrundung im Sinne der Spätromantik.

    Auszüge aus: Villa Musica Rheinland-Pfalz, www.kammermusikfuehrer.de

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  • Neuer Termin: Kindermusiktheater, Sonntag, 8. Mai 2022, 15 Uhr, Harburger Theater

    Neuer Termin: Kindermusiktheater, Sonntag, 8. Mai 2022, 15 Uhr, Harburger Theater

    Musikkrimi für kleine Detektive für zwei singende Schauspieler und Quartett (Klavier, Klarinette, Violine, Violoncello) von Jörg Schade und Franz-Georg Stähling,
    Musikarrangements und Komposition: Andreas N.Tarkmann

    Mathias Weibrich – Klavier
    Rebecca Borchert – Violine
    Nina Behrends – Cello
    Max Schweiger – Klarinette

    Mrs. Clearwater – Judith Guntermann
    Antonio Buffo – Jörg Schade


    Die für den 24.4. vorbestellten und versandten Karten sind für die Veranstaltung am 8.5. gültig. Weitere Karten (Kinder 5 € und Erwachsene 10 €) können an der Tageskasse ab 14:15 erworben werden. Auch für eine Veranstaltung, die sich an ein junges Publikum richtet, gelten die amtlichen Bestimmungen, die Abstands- und Maskenregeln.

    Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion dürfen die Vorstellung grundsätzlich nicht besuchen. Während des gesamten Aufenthalts am Veranstaltungsort besteht durchgehend für Personen ab 14 Jahren die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (FFP2-Maske). Ab 6 bis 13 Jahren besteht die Pflicht zum Tragen einer mediz. OP-Maske.

    Trotz all der Regeln wird es bestimmt ein spannendes Vergnügen!

    Antonio Buffo ist ein Musiktüftler, der gemeinsam mit seinem „musikalischen Spitzenteam“ kleine Stücke komponiert und Noten repariert. Ging vielleicht eine Melodie verloren oder zerbrach unabsichtlich eine Note? Herr Buffo und seine vier Musiker lösen kleine und große Probleme im Handumdrehen.
    Eines Tages passieren mysteriöse Dinge: Zunächst geraten alle Noten durcheinander, dann verschwindet der Müsliriegel von Herrn Müller und Herr Nussbaums Groschen für die Straßenbahn ist auch weg. Selbst das frisch komponierte Kuchenduett für Bäcker Krapfmeyer ist spurlos verschwunden – eine Katastrophe!
    Mathilda Clearwater, die etwas sonderbare Detektivin, soll helfen und den Fall lösen. Die Spurensuche ergibt zunächst keine Hinweise, also stellen sie dem Täter eine (musikalische) Falle …
    Wird es gelingen, den geheimnisvollen Notendieb zu fassen und das verschollene Musikstück wiederzufinden?

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  • 9. Konzert, Donnerstag, 5. Mai 2022

    9. Konzert, Donnerstag, 5. Mai 2022

    Eliot Quartett

    Maryana Osipova, 1. Violine
    Alexander Sachs, 2. Violine
    Dmitry Hahalin, Viola
    Michael Preuss, Violoncello

    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Streichquartett D-Dur, KV 575 („Preußisches Quartett“ Nr. 1)

    Leoš Janáček (1854-1928)
    Streichquartett Nr. 1 („Kreutzersonate“)

    Ihre Aufführung von Beethoven’s Op. 132, vor allem des perfekt durchgehaltenen und berührenden langsamen Satzes, war eine der überzeugendsten, die ich gehört habe.“  –  Alfred Brendel

    Das 2014 gegründete Eliot Quartett zählt zu den interessantesten und vielversprechendsten Streichquartetten der neuen Generation. Das international besetzte Ensemble – die Mitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland – ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. So erhielt es den 2. Preis beim Mozartwettbewerb Salzburg, den 2. Preis beim Melbourne International Chamber Music Competition und gewann den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs mit drei Sonderpreisen sowie den 1. Preis mit Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Szymanowski beim Karol Szymanowski Competition.

    In seiner Heimatstadt Frankfurt am Main ist das Eliot Quartett fester Bestandteil des Konzertlebens wo es 2019 als erstes Quartett „in Residence“ im renommierten Frankfurter Holzhausenschlösschen eine eigene Konzertreihe gestaltete. Das Quartett war zu Gast beim Bachfest Leipzig, den Kasseler Musiktagen, der Styriarte Graz, dem Mozartfest Würzburg, dem Rheingau Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie der Schubertiade Schwarzenberg.

    Seine künstlerische Ausbildung erhielt das Eliot Quartett an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Hubert Buchberger und Tim Vogler sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid in der Meisterklasse von Günter Pichler. Weitere entscheidende Impulse erhält das Ensemble in der gemeinsamen Arbeit mit Alfred Brendel.

    Das Eliot Quartett ist nach dem US-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk Four Quartets inspirieren ließ. Im Oktober 2019 ist die Debüt-CD des Quartetts beim Label GENUIN in der Preisträgerreihe des Deutschen Musikwettbewerbs erschienen.

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  • 8. Konzert, Mittwoch, 27. April 2022

    8. Konzert, Mittwoch, 27. April 2022

    Carolina Eyck, Theremin
    Camerata Osnabrück
    Lukas Brandt, Oboe
    Denys Proshayev, Klavier
    Irina Simon-Renes, Violine
    Saskia Viersen, Violine
    Gabriele Heinecke, Viola
    Kathrin Bogensberger, Violoncello

    B. Martinu: Quartett für Oboe, Violine, Violoncello
    und Klavier H 315
    O. Messiaen: Vocalise-Étude f. Theremin u. Klavier
    J. Rheinberger: Quartett in F-Dur für Oboe, Viola, Violoncello u. Klavier
    B. Martinu: Fantasie für Theremin, Oboe und Klavierquintett H 301

    Die deutsch-sorbische Musikerin und Komponistin Carolina Eyck wurde im Alter von 7 Jahren von ihren Eltern an das Theremin herangeführt und erhielt ihren ersten Theremin-Unterricht bei Lydia Kavina. Nach ihrem Debüt in der Berliner Philharmonie im Jahr 2002 wurde sie zu Konzerten und Festivals auf der ganzen Welt eingeladen. Es dauerte nicht lange, bis sie als eine der besten Theremin-Solistinnen weltweit bekannt wurde. Im Laufe der Jahre hat Carolina mit verschiedenen Musikern, Dirigenten, Ensembles und Symphonieorchestern zusammengearbeitet. Sie ist in Konzertsälen auf der ganzen Welt aufgetreten, seit 2013 auch mit dem Pianisten und Komponisten Christopher Tarnow als Duo. Sie ist seit 2016 mit ihrem Soloprogramm Theremin & Stimme und eigenen Kompositionen auf Tournee. Im Jahr 2006 veröffentlichte sie das erste umfassende Theremin-Methodenbuch mit dem Titel „The Art of Playing the Theremin“.
    Für den in Brest geborenen Pianisten Dennys Proshayev folgte nach zahlreichen Erfolgen bei internationalen Wettbewerben der internationale Durchbruch mit dem 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2002. 2018 übernahm Denys Proshayev neben Nadia Mokhtari die künstlerische Leitung des gemeinsam mit der Familie von Hammerstein ins Leben gerufenen „Musikfest Wasserschloss Gesmold“. Seit 2018 hat Proshayev außerdem eine Gastprofessur am Königlichen Konservatorium Den Haag inne.
    Der Oboist Lukas Brandt ist seit 1983 Solo-Oboist im Osnabrücker Symphonieorchester. Lukas Brandt gründete mehrere Kammermusik-Ensembles und unterrichtet an der Musik- und Kunstschule Osnabrück, zeitweise auch an der Universität und der Hochschule Osnabrück. Außerdem entwickelte er CHRONOTA, eine Notenschrift ohne chromatische Vorzeichen im gewohnten Fünf-Linien-System.
    Die rumänische Geigerin IRINA SIMON-RENES studierte in Berlin bei Thomas Zehetmair, Christoph Poppen und Antje Weithaas. 1998 wurde sie in die Akademie der Staatskapelle Berlin aufgenommen, bevor sie als Stimmführerin der Zweiten Geigen an die Staatsoper Hamburg / Philharmonisches Staatsorchester kam. Von 2001 bis 2010 war sie in derselben Position beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München tätig. Seit 2010 ist sie künstlerische Leiterin des Internationalen Kammermusikfestivals Wassenaar in den Niederlanden. Neben ihrer Tätigkeit als Kammermusikerin ist sie regelmäßig zu Gast als Konzertmeisterin und Stimmführerin bei renommierten Orchestern, wie dem Mahler Chamber Orchestra, dem Bayerischen Staatsorchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Radio Filharmonisch Orkest und dem Scottish Chamber Orchestra. Sie ist Mitglied des Lucerne Festival Orchestra. 2020 wurde ihr der rumänische „Orden pour le mérite für Künste“ verliehen. Irina Simon-Renes spielt auf einer Violine von Nicolo Gagliano aus dem Jahr 1768.
    Die holländische Violinistin Saskia Viersen ist stellvertretende 1. Konzertmeisterin beim Niederländischen Philharmonischen Orchester. 1999 war sie Mitbegründung des Berliner Athena Quartetts und seit 2017 Mitglied beim Ensemble Lumaka (Streichtrio, Harfe und Flöte), das sich vor allem die Musik der 20er und 30er Jahre widmet.
    Gabriele Heinecke ist seit der Gründung 2015 Bratschistin in der Neuen Hofkapelle Osnabrück und wirkt außerdem in verschiedenen Kammermusikgruppen mit. Darüber hinaus unterrichtet sie Geigen- wie auch Bratschenschüler, leitet das Junge Osnabrücker Streicherensemble, die Osnabrücker Stadtstreicher und lehrt am Institut für Musik Osnabrück.
    Die in Salzburg geborene Cellistin Kathrin Bogensberger lebt seit 2010 in Osnabrück, wo sie in verschiedenen Kammermusikformationen auftritt und als Barockcellistin Mitglied der Neuen Hofkapelle Osnabrück ist. Sie ist Gründungsmitglied des bis 2012 bestehenden Athena Quartetts.

    Denys Proshayev
    Lukas Brandt
    Saskia Viersen
    Gabriele Heinecke
    Kathrin Bogensberger
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  • Johannespassion, Dienstag, 12. April 2022, 20 Uhr Friedrich-Ebert-Halle

    Johannespassion, Dienstag, 12. April 2022, 20 Uhr Friedrich-Ebert-Halle

    Neu! Musik!

    Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion, BWV 245
    Ensemble Resonanz

    Eine Geschichte über Freundschaft und Verrat, Gewalt und Verurteilung bis hin zu Kreuzigung und gewaltsamem Tod. Das Ensemble Resonanz versetzt sich mitten ins aufgeheizte Geschehen von Bachs Johannespassion und präsentiert eine eigene, intime Fassung in kammermusikalischer Besetzung. Die Noten bleiben unangetastet, auf den großen Turba-Chor wird verzichtet. Dafür begeben sich Gitarre und Electronic Continuo gemeinsam auf sphärische Ausflüge. Spannungsgeladen, subversiv, reduziert.

    Hanna Herfurtner, Sopran
    Ida Aldrian, Mezzosopran
    Thomas Volle, Tenor
    Georg Gädker, Bariton
    Simon Schnoor, Bariton
    Michael Petermann, Electronic Continuo
    Johannes Öllinger, E-Gitarre
    Markus Schwind, Trompete
    Ensemble Resonanz

    Karten für Mitglieder der Musikgemeinde Harburg können per Mail bis Mittwoch, den 23.3.2022 unter info@musikgemeinde-harburg.de vorbestellt werden.

    Kein Vorverkauf! Restkarten soweit verfügbar für 30 Euro (Schüler und Studenten 15 Euro mit geltenden Nachweisen) nur an der Abendkasse (19.00-19.30 Uhr).

    Foto: Hansestadt Wismar: Christus mit Dornenkrone in der Nikolaikirche, https://www.flickr.com/photos/wwwuppertal/

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  • 7. Konzert, Freitag, den 25. März 2022

    7. Konzert, Freitag, den 25. März 2022


    Silke Aichhorn, Harfe
    Dejan Gavric, Flöte
    Philipp Nickel, Viola


    A. Bax: Elegiac. Trio für Flöte, Viola u. Harfe
    Th. Dubois: Terzettino
    J. Ibert: Deux Interludes
    M. Ravel: Sonatine en Trio

    Der Harfenistin Silke Aichhorn ist es gelungen, binnen weniger Jahre ihr Instrument im Konzertsaal wieder heimischer werden zu lassen („FAZ“). Die als Solistin wie Kammermusikerin konzertierende Musikerin gehört zu den gefragtesten und vielseitigsten Harfenistinnen in Europa, ihre Ausbildung in Lausanne und Köln, sie ist mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe sowie mehrerer Kulturpreise. Mit ihrem umfangreichen Repertoire sowie den verschiedensten Kammermusikbesetzungen ist die Harfenistin bei internationalen Festivals sowie als Solistin mit Orchester zu hören. Silke Aichhorn wird ebenso regelmäßig zu Fernseh- und Rundfunkaufnahmen eingeladen. Neben Konzertauftritten innerhalb Europas war sie in Hongkong, Brasilien, Australien, Thailand, Japan und den USA zu Gast.
    Mit dem Flötisten Prof. Dejan Gavric, der Harfenistin Regine Kofler und dem Cellisten Prof. Mathias Johansen pflegt sie eine intensive Zusammenarbeit. 2014 spielte sie beim Weltharfenkongreß in Sydney als Uraufführung das Harfenkonzert op.9 von Ernst Eichner und ein Privatkonzert mit ihrem Flötisten Prof. Dejan Gavric für den emeritierten Papst Benedikt XVI im Vatikan. Seit 2018 tritt die Harfenistin mit ihrer kabarettistischen Lesung „Lebenslänglich Frohlocken“- Skurriles aus meinem Musikerdasein auf, im Januar 2019 erschien das dazugehörige Buch, im November 2019 das Hörbuch. Ihre Diskographie umfasst aktuell 29 CDs, 2006 gründete sie ihr eigenes CD-Label HÖRMUSIK. Die zweifache Mutter wohnt mit ihrer Familie in Traunstein/Oberbayern.

    Geboren wurde Dejan Gavric 1966 in Belgrad. Von 1984 bis 1988 studierte er an der Belgrader Musikhochschule. Danach erhielt er ein Stipendium, das ihm ermöglichte, weitere vier Jahre an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Matthias Rütters zu studieren. Die künstlerische Abschlussprüfung bestand er im Februar 1991 mit Auszeichnung. Im Jahre 1993 schloss er sein Konzertexamen ebenfalls mit Auszeichnung ab. Im Anschluss daran erhielt er dort einen Lehrauftrag. Dejan Gavric war in den Jahren 1996 und 2001 Preisträger bei internationalen Wettbewerben wie „Maria Canals“ in Barcelona/ Spanien und „Leonardo De Lorenzo“ in Viggiano / Italien. Als Solist und im Kammerensemble trat er vielfach in England, Frankreich, Spanien, Österreich, Italien, Japan und in den USA auf. Von 1996 bis 1998 war er Solo-Flötist des Theaters und der Philharmonie Essen, danach in der gleichen Position bei der Neuen Philharmonie Westfalen. Ab der Saison 1999/2000 war er Solo-Flötist des Grazer Philharmonischen Orchesters. Mit Beginn des Wintersemesters 2002/ 2003 wurde er als ordentlicher Professor für Flöte und Kammermusik an den Fachbereich Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen.

    Philipp Nickel ist seit 2003/04 als Erster Solobratscher im Frankfurter Opern- und Museumsorchester engagiert. Daneben gastiert er regelmäßig bei verschiedenen großen deutschen Orchestern, wie den Hamburger und den Münchner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern oder dem Orchester der Bayerischen Staatsoper. Erste Orchestererfahrung sammelte er wiederholt als Aushilfe bei den Berliner Philharmonikern und im Gustav-Mahler-Jugendorchester. Geboren 1974 in Hamburg, begann Philipp Nickel im Alter von sieben Jahren das Violinespiel. Er studierte zunächst Violine an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin bei Christoph Poppen und Eberhard Feltz. Nach dem Wechsel zur Viola setzte er seine Studien bei Stefan Fehlandt (Vogler Quartett) und später bei Erich Krüger an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« in Weimar fort. Er besuchte Meisterkurse bei Jürgen Kussmaul, Hartmut Rohde, Tabea Zimmermann u.a. und war Stipendiat verschiedener Stiftungen, darunter der Internationale Richard-Wagner-Verband und die Menuhin-Stiftung »Live Music Now«.

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  • 6. Konzert, Montag, den 14. Februar 2022

    6. Konzert, Montag, den 14. Februar 2022

    Symphoniker Hamburg

    Pablo González, Dirigent
    Svetlin Roussev, Violine

    Édouard Lalo (1823-1892)
    Symphonie espagnole d-Moll op. 21 für Violine und Orchester
    Allegro non troppo
    Scherzando: Allegro molto
    Intermezzo: Allegretto non troppo
    Andante
    Rondo: Allegro

    Pablo González, der als einer der leidenschaftlichsten Dirigenten seiner Generation gefeiert wird, ist Chefdirigent des Spanischen Radio- und Fernsehsymphonieorchesters (RTVE) und tritt regelmäßig im Teatro Monumental in Madrid auf. Zuvor war er Musikdirektor des Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya. Russisches und deutsches symphonisches Repertoire des 19. Jahrhunderts gehören zu Pablo González‘ Kernrepertoire. Für seine Interpretation hat er breite Anerkennung von Publikum und Kritik erhalten und als Gastdirigent eine Reihe enger Beziehungen zu bedeutenden europäischen Orchestern geknüpft. Die letzten Spielzeiten waren insbesondere von Debüts und wiederkehrenden Besuchen bei einigen der führenden Sinfonieorchester Deutschlands geprägt, die Pablo González zu wichtigen Veranstaltungsorten wie u. a. dem Berliner Konzerthaus mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt oder etwa dem Kulturpalast mit der Dresdner Philharmonie führten. Pablo González arbeitet häufig mit vielen angesehenen Solisten zusammen. Im Februar 2022 ist Pablo González erstmals mit den Symphonikern Hamburg – und sogar erstmals in Hamburg – zu erleben.

    Svetlin Roussev begann seine musikalische Ausbildung in sehr jungen Jahren bei seiner Mutter, einer Professorin an der Musikschule seiner Heimatstadt Ruse, Bulgarien. Mit 15 Jahren wurde er am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris aufgenommen. Seit er im Mai 2001 den ersten Preis beim viel beachteten ersten Internationalen Sendai-Wettbewerb gewann, genießt der charismatische Geigenvirtuose Svetlin Roussev eine prestigeträchtige internationale Karriere und tritt in vielen der wichtigsten Konzertsäle der Welt auf. Er spielt ein breites Repertoire, das vom Barock bis zur Gegenwart reicht, ist bekannt für seine Interpretationen slawischer Kompositionen und fördert die bulgarische Musik. 2006 zum gefeierten bulgarischen Musiker des Jahres gekürt, ehrte ihn sein Heimatland 2007 und 2016 erneut mit der vom Kulturministerium verliehenen Cristal Lyra-Auszeichnung. 2018 wurde Roussev zusammen mit dem Literaturnobelpreisträger Elias Canetti Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ruse.
    Roussev ist Professor an der renommierten Haute École de Musique in Genf und hat weltweit Meisterkurse für Violine und Kammermusik gegeben. Er ist außerdem künstlerischer Berater und Artist in Residence des March Music Days International Festival in seiner Heimatstadt Ruse. Er spielt auf der Stradivarius 1710 Camposelice Violine, die freundlicherweise von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wurde.

    Das nennt man wohl grenzüberschreitende Verwirrung: Édouard Lalo, dieser hierzulande etwas zu wenig bekannte französische Komponist mit alten spanischen Wurzeln und einer leidenschaftlichen Vorliebe für deutsche Kammermusik, schrieb in den 1870er-Jahren eine »norwegische Fantasie«, ein »russisches Konzert« – und eine »Symphonie espagnole«, die zwar zum Teil spanisch klingt, aber keine Symphonie ist. Schon die Anzahl der Sätze (fünf) ist nicht gewöhnlich. Und viel zu sehr steht die Solovioline im Vordergrund, als dass man nicht von einem Violinkonzert sprechen könnte und sollte.

    Das schmälert jedoch nicht den Wert des 1874 geschriebenen Werks, das als ein wesentliches der romantischen Violinliteratur sowie als Lalos beliebtestes gilt; schon der Widmungsträger, der spanische Virtuose Pablo de Sarasate, verschaffte diesem getarnten Solistenkonzert einen angemessen prominenten Namen. (Lalo dankte ihm für die Inspiration: »Ohne Sie hätte ich weiter unbedeutenden Kram geschrieben!«) Die technischen Herausforderungen sind mitunter gewaltig. Davon weiß der Beginn des energischen ersten Satzes allerdings noch nicht viel. Wuchtig wird uns das erste Thema »eingehämmert«: b-b-f, b-b-b-f, das ist nicht gerade feingeistig, doch auch Beethovens meisterhafte Fünfte entwickelte sich bekanntlich aus einem simplen Miniatur-Motiv, das diesem hier gar nicht unähnlich – nur eben ab- statt aufwärtsgerichtet – ist.

    Es ist ein geschickter Kniff Lalos, das Werk in fünf, jeweils nicht allzu lange Sätze aufzuteilen. Ermöglicht ihm dies doch eine große Bandbreite an Stilvariationen. Hohe Lagen, tiefe Lagen, atmosphärische Wechsel, Virtuosität und Gefühlsausdruck – all das macht die »Symphonie espagnole« so attraktiv. Das Scherzando an zweiter Stelle sorgt mit Streicher-Pizzikato und Bläsersignalen für eine verspielte Faschingsstimmung. Den dritten Satz »Intermezzo« eröffnet das Orchester mit einem »spanisch« klingenden Rhythmus: Triole plus zwei Achtel. Und die Violine darf schwelgen und tänzerisch springen. Im einzigen wirklich langsamen Satz, dem Andante, kommen Fans des iberischen Melancholie-Melos‘ auf ihre Kosten, wenn die Soloviole zum zart-lyrischen Gesang ansetzt. Und zum Finale erwartet uns ein vergleichsweise heiteres, verschmitztes sowie teils äußerst virtuoses Rondo.

    Olaf Dittmann

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  • 5. Konzert, Sonnabend, den 29. Januar 2022, Friedrich-Ebert-Halle, 20 Uhr

    5. Konzert, Sonnabend, den 29. Januar 2022, Friedrich-Ebert-Halle, 20 Uhr

    2G-Plus Veranstaltung!

    ENSEMBLE 13/14
    der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
    Christoph Konnerth, Fagott
    (Klasse Prof. Christian Kunert)
    Ulrich Windfuhr, Leitung

    Entfällt kurzfristig: Bertold Hummel (1925–2002)
    Concertino op. 27b für Fagott und Streichorchester

    Gustav Mahler (1860–1911)
    Sinfonie Nr. 7 e-Moll (arr. für Kammerorchester Klaus Simon)

    Bertold Hummels Concertino op. 27 entstand 1964 als ‚Concertino für Bassetthorn und Streichorchester‘. 1992 erfolgte die Einrichtung für Fagott und Streichorchester (op. 27b). In diesem dreisätzigen, im Solopart äußerst virtuos angelegten Werk überrascht als besonders originell die organische Einbeziehung französischer Volksmelodien. Die Melodik und Harmonik basiert vorwiegend auf Quart-und Quintfolgen, die, abgeleitet von einer Volksweise, das musikalische Material für den Prolog (1.Satz) bzw. für das gesamte Werk liefern. Das ‚Concerto‘ (2.Satz) wird beherrscht von einem markanten Motiv des Fagotts (Triolenauftakt, Quart- und Quintsprung). Rondoartig taucht dieses Motiv auch im Orchester in verschiedenen
    Varianten auf. Des Weiteren bestimmen nervöse Skalenbewegungen, kontrapunktiert von Synkopen und ungeraden Rhythmen, den musikalischen
    Verlauf. Plötzlich erscheint wieder eine Volksmelodie – als Kontrastgedanke.
    Nach einer virtuosen Solokadenz wird diese als ‚cantus firmus‘
    im Orchester weitergeführt. Auf die äußerst rasanten Finaltakte dieses
    Satzes folgt ein besinnlicher Epilog (3. Satz) in der Art eines ‚antiphonen
    Gesanges‘ zwischen den 1.Violinen (von den übrigen Streichinstrumenten
    harmonisch gestützt) und dem Soloinstrument.

    Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 7 e-Moll wurde für Kammerorchester von Klaus Simon arrangiert. Die Aufführungsdauer beträgt ca. 80 Minuten. en. Aufgrund ihres Entstehungsprozesses gehört die 7. Sinfonie zu den mühsamsten Schöpfungen Mahlers. Bereits vor der Vollendung der 6. Sinfonie entstanden im Sommer 1904 die beiden Nachtmusiken der 7. Sinfonie. Im Sommer des darauffolgenden Jahres sollte die Fortsetzung und Vollendung des Werkes erfolgen. Mahler reiste hierfür eigens von Wien zu seiner Familie an den Wörthersee. Auf Grund des persönlichen Druckes, das Werk vollenden zu müssen, stellte sich eine kreative Blockade bei Mahler ein, der sich nach eigener Aussage „bis zum Trübsinn“ mit dem Werk quälte. Auch eine Reise in die Dolomiten konnte keine schöpferische Phase einläuten. Erst die Rückkehr zum Wörthersee löste die Blockade, laut eigener Aussage durch einen Ruderschlag bei einer Fahrt über den See. „Beim ersten Ruderschlag fiel mir das Thema der Einleitung zum ersten Satze ein.“ In nur vier Wochen erfolgte anschließend die Fertigstellung der restlichen Sinfonie. Die endgültige Instrumentation fand anschließend in mehreren Arbeitsschritten statt. Die letzten Korrekturen wurden erst wenige Tage vor der Uraufführung vorgenommen. (Quelle: Wikipedia Artikel).

    Das Ensemble 13/14 der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ist ein solistisches Ensemble aus circa 13-15 Spielern, welches das Repertoire dieses Genres einmal jährlich erarbeitet und in 2 Abenden vorstellt.

    In einer Musikerfamilie aufgewachsen erhielt Christoph Konnerth mit 9
    Jahren Unterricht am Saxophon und wenig später auch am Fagott. Als
    16-jähriger entschloss er sich zu einem klassischen Musikstudium mit
    Hauptfach Fagott bei Prof. Albrecht Holder an der HfM Würzburg. Bereits
    während seiner einjährigen Auslandsstudienzeit am Conservatorium Maastricht,
    hat der junge Musiker erste Eigenkompositionen für diverse Projekte
    und kleine Ensembles fertig gestellt. Im Juni 2017 schloss er sein
    Masterstudium bei Prof. Christian Kunert und Rainer Leisewitz an der Hfmt
    Hamburg ab und begann das Studium zum Konzertexamen in derselben
    Klasse. Von September 2017 bis Mai 2019 war Christoph Konnerth Mitglied
    der Orchesterakademie des Philharmonischen Staatsorchester Hamburg
    und spielt seit Mai 2019 als Solo-Kontrafagottist im selben Orchester.

    Ulrich Windfuhr war 1985 Preisträger beim Internationalen Dirigierwettbewerb
    Vittorio Gui und 1986 beim Internationalen Dirigierwettbewerb
    Janos Ferencic in Budapest. Sein erstes Engagement erhielt er 1986 am
    Theater Dortmund. Es folgten verschiedene Anstellungen als 1. Kapellmeister
    und Generalmusikdirektor an bedeutenden deutschen Bühnen.
    Von 1998 bis 2003 wirkte Windfuhr an der Seite von Intendantin Kirsten
    Harms als Generalmusikdirektor der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel
    und erregte mit großen Opernproduktionen und preisgekrönten CD-Einspielungen
    internationale Aufmerksamkeit. Seine Konzerttätigkeit führte
    ihn von Beginn seiner Laufbahn an durch Europa und darüber hinaus in
    die USA bis nach Korea. Als Operndirigent gastierte er an renommierten
    deutschen Bühnen, u. a. an der Deutschen Oper Berlin, wo er inzwischen
    regelmäßig zu Gast ist. Von 2007 bis 2013 war Ulrich Windfuhr Professor
    für Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. 2013 folgte
    er dem Ruf auf die Professur für Dirigieren und Orchesterleitung der
    Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

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  • Morgenfeier, Sonntag, 9. Januar 2022, 11.00 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    Morgenfeier, Sonntag, 9. Januar 2022, 11.00 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle

    Anne Weber liest aus ihrem Buch
    „Annette – ein Heldinnenepos“

    Moisés Mattos, Klavier

    Franz Schubert: Drei Klavierstücke – Nr. 2 – Allegretto
    Claude Debussy: Pour le piano

    Mit dem Deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnet

    Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher — wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel »Gerechte unter den Völkern« erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? Annette, ein Heldinnenepos erzählt von einer wahren Heldin, die uns etwas angeht.

    „Die Kraft von Anne Webers Erzählung kann sich mit der Kraft ihrer Heldin messen: Es ist atemberaubend, wie frisch hier die alte Form des Epos klingt und mit welcher Leichtigkeit Weber die Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zu einem Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit verdichtet. „Annette, ein Heldinnenepos“ ist eine Geschichte voller Härten, die Weber aber mit souveräner Dezenz und feiner Ironie erzählt. Dabei geht es um nichts weniger als die deutsch-französische Geschichte als eine der Grundlagen unseres heutigen Europas. Wir sind dankbar, dass Anne Weber Annette für uns entdeckt hat und von ihr erzählt.“ (Jurybegründung Deutscher Buchpreis 2020)

    Text: Verlag Matthes & Seitz Berlin (https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/annette-ein-heldinnenepos.html); Foto: Anne Weber auf dem Blauen Sofa der Leipziger Buchmesse 2017 von Heike Huslage-Koch

    Pianist Moisés Natividade de Mattos, ist in der Stadt Juiz de Fora im Südosten Brasiliens aufgewachsen. Seine früh erkennbare, außergewöhnliche Musikalität förderte vor allem André Pires, bekannter Musikpädagoge und Professor für Klavier. In wenigen Jahren vermittelte er ihm Kenntnisse, die sonst bei intensiver Arbeit in viel längerer Zeit erworben werden. Vorher hatte Moisés de Mattos, als Sohn von Analphabeten, unter äußerst schwierigen Bedingungen autodidaktisch gelernt.
    Wie einem inneren Kompass folgte er seiner Begeisterung für die Musik der deutschen Klassik und Romantik, erlernte im Selbststudium die deutsche Sprache. An der Hochschule für Künste Bremen studierte er bei Gundel Deckert und Martin von der Heydt Klavier und beendete sein Studium als Bachelor mit Auszeichnung. Zur Zeit befindet er sich am Ende seines Master-Studiums. Unterricht in Meisterkursen erhielt er von Ivone Bambirra, Lilya Zilberstein, Konrad Elser und Young-Lang Han.
    Sein Engagement gilt auch der Kammermusik. Auf Einladung seiner Heimatstadt spielte Moisés de Mattos eine Konzertreihe in Brasilien. In Manchester als Solist, gastierte Mattos mit anderen Musikern und trat als Mitglied des Bremer Hochschulorchesters auf. 2020 war sein großer Auftrittim Matineekonzert in der Hamburger Elbphilharmonie. In seinen Konzerten ist es ihm ein besonderes Anliegen, dem Publikum die Schönheit und Komplexität klassischer Musik nicht nur auf intellektueller Ebene zu vermitteln. Er möchte mit seinen Interpretationen die Menschen emotional erreichen und so für die klassische Musik begeistern, wie er es selbst in seiner Kindheit auf einem anderen Kontinent erlebte.

    Kein Vorverkauf! Restkarten soweit verfügbar nur an der Tageskasse (10.30-11.00 Uhr)

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  • Sonderkonzert: Montag, den 20. Dezember 2021

    Sonderkonzert: Montag, den 20. Dezember 2021

    Weihnachtsoratorium
    Ensemble Resonanz

    Es gibt viele Wege Weihnachten zu feiern. Das Ensemble Resonanz präsentiert Bachs Weihnachtoratorium inszeniert als Hausmusik unter Freunden. Ohne großen Chor und in kleiner Besetzung wurden dreißig Arien, Rezitative, Chöre und Choräle aus Bachs Meisterwerk in einer ganz eigenen Version bearbeitet. Die Partitur bleibt unangetastet, E-Gitarre und Hammond-Orgel im Continuo, nur eine Trompete und das ganze Ensemble stimmt bei den Chorälen mit ein. So klingt Hausmusik beim Ensemble Resonanz.

    Hanna Herfurtner, Sopran
    Ida Aldrian, Alt
    Tim Karweick, Tenor
    Simon Schnorr, Bariton
    Johannes Öllinger, Gitarren
    Markus Schwind, Trompete
    Michael Petermann, Vintage-Keyboards
    Ensemble Resonanz

    Kein Vorverkauf! Restkarten soweit verfügbar nur an der Abendkasse (19.00-19.30 Uhr)

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